Rumänienaustausch 2026

Rumänienaustausch 2026

Am Dienstag, dem ersten Tag des Rumänienaustausches, trafen wir uns gegen 7 Uhr morgens am Frankfurter Flughafen mit der Reisegruppe. Nachdem wir dort den Sicherheitscheck ohne nennenswerte Komplikationen durchlaufen hatten, hatten wir bis 9 Uhr Zeit, um in Kleingruppen eigenständig im Flughafen die Wartezeit zu vertreiben. Um 09:25 Uhr durften wir beim Boarding unsere Plätze aufsuchen und verbrachten dort auch die folgenden 2,5 Stunden, bis wir in Bukarest ankamen. Am Bukarester Flughafen wurden wir von zwei rumänischen Schülern und dem Lehrer Eduard empfangen, welche uns eine Stunde lang mit dem öffentlichen Nahverkehr zur Schule brachten. Dort angekommen gab es einen großen Empfang mit einigen Lehrern, Schülern und Eltern. Es gab beim Empfang ein großes Buffet, das von einigen Eltern liebevoll vorbereitet war. Dieses setzte sich hauptsächlich aus traditionell rumänischen Spezialitäten zusammen. Nach dem Empfang von etwa einer Stunde konnten wir dann zum Nachmittag mit den Gastfamilien heimkehren und hatten den Rest des Tages frei, um uns in diesem neuen Land einzurichten.  

 

Der Mittwochmorgen war der erste Morgen in unseren Gastfamilien, die uns alle mit reichlich Essen ausgestattet haben. Anschließend haben wir uns in der Stadt getroffen und fingen an Bukarest zu erkunden. Die Rumänen hatten von ihrer Seite Vorträge auf Englisch und Deutsch über viele unterschiedliche Sehenswürdigkeiten vorbereitet und so lernten wir auch viel über die Geschichte und Hintergründe der Sehenswürdigkeiten. Wir besuchten beispielsweise einige prunkvolle orthodoxe Kirchen, zum Beispiel die Patriarchalkirche, das Parlament und den Platz der Revolution. Ebenfalls das berühmte Restaurant Cura cu Bere und den Boulevard Unirii. Außerdem lernten wir so die Stadt noch viel besser kennen, da wir viel laufen und öffentliche Verkehrsmittel nehmen mussten. So sahen wir auch den Alltag der Rumänen und den Charakter der Stadt. Mittags teilten wir uns dann in Gruppen auf, um zum einen Mittag zu essen und um zum anderen mit den Interviews für unser Projekt „Demokratie in Gefahr“ zu starten. Wir sprachen mit vielen verschiedenen Leuten und es ist sehr aufgefallen, dass Bukarest voller Touristen ist, da wir auf Spanier, Schotten, Amerikaner usw. getroffen sind. Zum Abschluss trafen wir uns nochmals am Platz der Revolution und die Lehrer beendeten den Tag mit einigen Worten. Viele Rumänen unternahmen danach etwas mit uns Deutschen, zum Beispiel gemeinsam Essen gehen oder weiter die Stadt erkunden.

 

Der Donnerstag (23.04.2026) begann morgens gegen 8 Uhr. Wir trafen uns auf dem Platz Unirii und gingen danach zusammen einen Hügel hinauf zum Patriachat. Dort angekommen stellten uns dann einige rumänische Schüler die verschieden dort vorzufindenden Gebäude und die rumänisch-orthodoxe Kirche vor. Danach hatten wir ein bisschen Zeit, um uns umzusehen und auch in die Kirche zu gehen, in der gerade eine Messe abgehalten wurde. 

Als nächstes machten wir uns auf den Weg zum Parlamentspalast über den Boulevard Unirii. Im Palast bekamen wir eine rumänische Führung, die von einer Schülerin auch auf deutsch übersetzt wurde. Bei der Führung bekamen wir die rumänische Demokratie erklärt und besichtigten mehrere Säle. Nach der Führung gingen wir zu der Kathedrale Sankt Josef und danach zur protestantischen Kirche in Bukarest. 

Am Freitagmorgen hat die Austauschgruppe am Unterricht der rumänischen Schule teilgenommen. Von 8 Uhr morgens bis ca. 10 Uhr durften wir in den Unterricht schnuppern. Da die Austauschschüler:innen in verschieden Klassen waren, hatten manche von uns erst um 9 Uhr Schule. Manche hatten die Schulfächer Rumänisch oder Französisch. Die Lehrer:innen sind alle sehr nett und wir haben einen guten Eindruck in das Schulleben bekommen. Nach einer kleinen Pause ging es dann um halb elf mit den Projektarbeiten weiter. Professor Sebastian Fitzek hat uns in der Schule besucht und uns einen Vortrag über ,,Demokratie in Gefahr” gehalten. Mit interaktiven Schätzfragen und guten Erklärungen fand jeder die Präsentation sehr spannend. Er hat viele wichtige und interessante Themen und Punkte vorgestellt. Mit seinem Wissen, welches er uns vermittelt hat, konnten wir noch besser unsere Projektarbeit gestalten. Wir bedanken uns recht herzlich bei Sebastian Fitzek für seine Mühe und Unterstützung während des Austausches.

Anschließend haben wir alle gemeinsam in der Cafeteria der Schule zu Mittag gegessen und hatten noch eine kleine Pause. Danach haben wir bis gegen 15 Uhr weiter an unseren Aufgaben über unser Thema ,,Demokratie in Gefahr” gearbeitet, welche am letzten Tag auch den Eltern vorgestellt werden sollten. Nach dem Programm hatten wir Freizeit und einige haben sich zum Grillen getroffen. Andere waren mit ihrer Gastfamilie beim Grab von Graf Dracula oder picknicken, bevor wir dann alle nach einem schönen Tag ins Bett gegangen sind, da wir am nächsten Tag früh für unseren Ausflug aufstehen mussten.

Am Samstag, den 25.04 2026, haben wir eine Exkursion in die Kaparten unternommen. Dafür ging es für uns bereits um 08.00 Uhr an den Hauptbahnhof von Bukarest, um von dort aus mit dem Zug nach Busteni zu fahren. Der Zug fuhr um 08.09 Uhr ab und traf gegen 10.00 Uhr in Busteni an. Angekommen machten wir uns auf den Weg zur Seilbahn, um oben auf die Spitze des Berges zu gelangen. Begrüßt wurden wir von einer Menge Schnee und einer idyllischen Landschaft. Als schließlich alle eingetroffen waren, konnte die Wanderung losgehen. Dabei setzten wir unseren zweiten Workshop: Orte von Demokratieentwicklung fort. Die rumänischen Schülerinnen und Schüler hielten bei der Wanderung Vorträge über umliegende Regionen, Dörfer, Sehenswürdigkeiten und über die Karpaten sowie die Umweltzerstörung dort. Die Wanderung dauerte etwa zwei Stunden. Zum Schluss unserer Wanderung wurden noch einige Gruppenfotos gemacht und gegessen. Dann ging es für uns mit der Seilbahn wieder runter nach Busteni. Dort bekamen wir noch Zeit, um Busteni zu erkunden, wobei es uns freigestellt war, für was wir die Zeit nutzten. Kurz vor unserer Abfahrt zurück nach Bukarest wurden wir schließlich unerwartet Teil eines traditionellen Festes, wo manche von uns mit den Menschen dort traditionelle Tänze tanzten. Um 18:23 Uhr fuhren wir wieder zurück nach Bukarest, wo wir dann mit etwas Verspätung gegen 20:30 Uhr den Hauptbahnhof von Bukarest erreichten, was auch das Ende eines erlebnisreichen Tages war.

Am Sonntag, den 26.04.26 starteten wir mit einem schönen gemeinsamen Gottesdienst mit der ganzen Austauschgruppe in der Pfarrkirche St.Theresia. Es war ein besonderer Moment, in dem wir alle zusammenkamen und uns auf den Tag einstimmen konnten. Manche unserer rumänischen Austauschpartnern brachten auch Eltern oder Geschwister mit. Der Rest des Tages stand uns Schülern zur freien Verfügung und so verbrachten wir die Zeit mit unseren Austauschpartnern im japanischen Garten, wo wir ein Picknick machten. Die Umgebung war sehr ruhig und schön, sodass wir die Gelegenheit nutzten, um miteinander zu reden, zu spielen oder einfach in der Sonne zu entspannen. Am Abend fand ein gemeinsames Grillen statt, bei dem wir auch traditionelle Speisen wie Mici probieren konnten. Die Stimmung war ausgelassen, und wir hatten viel Spaß zusammen. Besonders schön war es, dass wir gemeinsam getanzt haben und uns traditionelle Tänze, wie zum Beispiel der Pinguin-Tanz, beigebracht wurden. Insgesamt war es ein sehr schöner freier Tag, den wir alle gemeinsam verbracht haben und in Erinnerung behalten werden. Wir haben viel gelacht, getanzt und geredet.

Am Montag, den 27.04.2026 war leider schon unser letzter Tag gekommen. Morgens trafen wir uns alle in der Schule, um erst am Unterricht unserer rumänischen Gastschüler teilzunehmen und dann weiter an unseren Reden und Videos zum Thema „Demokratie in Gefahr“ arbeiten. Nachmittags hatten wir Freizeit und manche von haben ein Zoo- Café besucht. Dort konnten wir uns beim Trinken von köstlichen Getränken um verschiedene Tiere, wie zum Beispiel Papageien, Geckos und Zwergkaninchen, kümmern. Nachdem wir wieder in der Schule waren, gab es zusammen mit vielen Eltern ein gemeinsames ökumenisches Gebet, welches den Zusammenhalt zwischen Rumänen und Deutschen, aber auch zwischen Katholiken und Orthodoxen stärkte. Jetzt war Zeit für unsere Reden/ Videos und wir Schüler präsentierten den Eltern und Lehrern stolz, was wir in der letzten Woche erarbeitet hatten. Nach vielen interessanten Vorträgen gab es ein gemeinsames Abschlussessen mit selbstgemachten rumänischen Spezialitäten, die in Form eines Buffets von den Eltern mitgebracht worden waren. Dieses letzte gemeinsame Essen war der perfekte Abschluss für unser gemeinsames Abenteuer und die Freundschaft zwischen Rumänen und Deutschen war stark zu spüren.

 

Am Dienstag, den 28.04.2026 traten wir ein letztes Mal den morgendlichen Weg zur Schule Colegiul St. Josif in Bukarest an. Mit gepackten Koffern standen wir um 08:00 Uhr im kleinen Schulgebäude und legten unser Gepäck in einem kleinen Nebenraum ab. Dann gingen wir in die kleine Sporthalle, in der wir am Vortag unsere Gruppenarbeiten beendet hatten und setzten uns in einen großen Kreis. Der rumänische Lehrer Ion Riba erklärte, dass wir jetzt Zeit für Rückmeldungen, Kritik und Verbesserungsvorschläge haben. Viele bedankten sich für die Gastfreundschaft, das gute Essen und das Programm. Dann wurden Stift und Zettel ausgeteilt, mit denen wir kleine Botschaften an unsere Gastpartner und deren Familien schreiben sollten. Die Blätter wurden dann eingesammelt, um sie zu einem Gästebuch zusammenzustellen. Dann nahmen wir unser Gepäck und verabschiedeten uns von unseren Partnern und der ganzen rumänischen Gruppe. Sie begleiteten uns bis zum Tor und es war sehr schön, so viele Freundschaften geschlossen zu haben. Der rumänische Lehrer Eduard begleitete uns und wir gingen gemeinsam zur Metrostation. Wir fuhren zu einer Bushaltestelle und von dort mit einem Bus direkt zum Flughafen. Nachdem wir unser Gepäck abgegeben hatten und durch den Sicherheitscheck durch waren, warteten wir auf das Boarding unseres Flugs. Wir hatten noch ein bisschen Restgeld übrig und kauften uns davon einen kleinen Bären, unser Maskottchen. Dann öffnete das Boarding und wir stiegen in unser Flugzeug. Der Flug verlief gut und wir landeten pünktlich in Frankfurt. Dort stiegen wir in einen Regionalzug und fuhren mit nur wenig Verspätung nach Koblenz.