Compassion - Der Ablauf

Vorbemerkung

Nachdem das Sozialpraktikum in den ersten drei Jahren jeweils vor den Herbstferien stattfand, wurde es für das Schuljahr 2005/06 auf die ersten beiden Wochen des 2. Schulhalbjah-res (30.01.06 – 10.02.06) verlegt. Da sich dieser Zeitpunkt aus verschiedenen Gründen (z.B. Entlastung des kurzen 1. Halbjahres) als günstig erwiesen hat, ist auch für die kommenden Schuljahre dieses Intervall dem Sozialpraktikum vorbehalten.

I) Vorbereitung (1. Halbjahr Jahrgangsstufe 10)
A) Information der Schüler


Spätestens vor den Herbstferien werden die Schüler der Jahrgangsstufe 10 über Konzeption und Organisation des Sozialpraktikums in einer zentralen Veranstaltung informiert. Dabei können alle offenen Fragen besprochen werden. Unmittelbar darauf folgt eine zweite Veranstaltung für die Schüler, bei der einige Vertreter der Praktikumeinrichtungen sich und ihre Einrichtung vorstellen. Den Schülern bietet sich somit die Möglichkeit, aus erster Hand wichtige Informationen zur Einrichtung selbst, über Einsatzbereiche, Arbeitszeiten etc. zu bekommen.

B) Bewerbung

Zwischen den Herbstferien und den Weihnachtsferien sollen sich die Schüler direkt bei den Einrichtungen (in einem persönlichen Vorstellungsgepräch und in schriftlicher Form) bewerben. Die Form der schriftlichen Bewerbung ist zuvor im Deutschunterricht eingeübt worden. Als Auswahl steht den Schülern ein Pool von Einrichtungen zur Verfügung, die der Schule in den letzten Jahren Praktikumplätze zur Verfügung gestellt haben. Auf der anderen Seite können die Schüler auch selbstständig neue, für sie geeignete Einrichtungen auswählen, wenn sie der Konzeption des Sozialpraktikums entsprechen. Aufgrund dieses Verfahrens wächst die Zahl der Einrichtungen, mit denen die Schule zusammenarbeitet, von Jahr zu Jahr an.

C) Information der Eltern

Kurz vor oder unmittelbar nach den Herbstferien werden die Eltern in einer Veranstaltung über Konzeption, Organisation/Durchführung und Nachbereitung informiert. Schüler der Jahrgangsstufe 11, die das Praktikum jeweils im vorherigen Jahr absolviert haben, geben durch einen persönlichen Erfahrungsbericht ihre Eindrücke des Sozialpraktikums wieder.

D) Gesundheitsvorsorge

Kurz vor Beginn des Praktikums werden die Schüler durch das Gesundheitsamt der Stadt Koblenz über alle diesbezüglich wichtigen Punkte (z.B. Infektionsschutz) informiert.

E) Neue Einrichtungen durch Auswahl der Schüler

Diejenigen Einrichtungen, die durch die Auswahl der Schüler in dem jeweiligen Jahr neu dazugekommen sind, werden in einem Brief ausführlich über die Konzeption des Sozialpraktikums informiert. Damit soll sichergestellt werden, dass die Schüler in den neuen Einrichtungen im Sinne der Intention des Praktikums eingesetzt werden. 

Unmittelbar vor Beginn des Sozialpraktikums wird eine Liste erstellt, aus der ersichtlich wird, in welchen Einrichtungen sich die Schüler während dieser zwei Wochen befinden. Ebenso enthält diese Liste die Namen der Kollegen, die für den Betreuungsbesuch des Schülers in der Einrichtung vorgesehen sind.

II) Durchführung
A) Einrichtungen

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Folgende Praktikumplätze kommen im Sinne der Zielsetzung des Sozialpraktikums in Frage: Altenpflegeeinrichtungen, Altersheime, Behindertenbetreuungseinrichtungen, Wohnungslosenhilfe, Kinderbetreuung in sozialen Brennpunkten, integrative Kindergärten und Schulen, bestimmte Abteilungen in Krankenhäusern (z.B. Rehazentren), evtl. Hospize.

B) Versicherungsschutz

Die Schüler unterliegen für die Zeit des Praktikums der schulischen Unfallversicherung, die dann auch den Weg vom Elternhaus zur Einrichtung umfasst. Die individuelle Haftpflichtversicherung greift bei Schäden, die in der Einrichtung selbst entstanden sind.

C) Betreuungsbesuch

Während der zwei Wochen wird jeder Schüler in der Einrichtung von einem ihm aus dem Unterricht bekannten Lehrer nach ca. einer Woche besucht. Sollten vorher oder nachher irgendwelche Probleme auftreten, so stehen dem Schüler der Organisationsleiter sowie der Klassenleiter telefonisch, auch außerhalb der eigentlichen Dienstzeit, zur Verfügung. Der Betreuungsbesuch dient dazu, in einem persönlichen Gespräch mit dem Schüler über dessen Arbeitsbedingungen, Tätigkeitsfelder und evtl. auftretende Schwierigkeiten zu sprechen. Als Grundlage für dieses Gespräch dient ein vorgefertigter Fragebogen, der jedem betreuenden Kollegen ausgehändigt wird.

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D) Abschlussveranstaltung


Unmittelbar am Ende des Praktikums findet am Freitag Nachmittag in der Schule eine gemeinsame Abschlussveranstaltung statt. In einer ersten Phase bereiten die Schüler in Gruppenarbeit – strukturiert nach Einrichtungen – ihre Kurzpräsentation vor, in denen sie die Schüler, die in anderen Einrichtungen ihr Praktikum absolviert haben, an ihren unmittelbaren Erfahrungen teilhaben lassen. Bei der Art der Präsentation sind der Kreativität der Schüler keine Grenzen gesetzt. Zu dieser Präsentation, die sich in ganz verschiedenen Formen zeigt (Vortrag, Podiumsdiskussion, Folien, Kurzfilme etc.) sind die Eltern der Schüler eingeladen. Auf diese Präsentation folgt eine kurze Meditation mit allen (Schüler/Lehrer/Eltern), bevor der Nachmittag mit einem kleinen Imbiss gemütlich ausklingt.