Deutsch

Joseph Brodsky, Literaturnobelpreisträger von 1987, rät den Absolventinnen und Absolventen der Universität von Ann Arbor, Michigan, das Folgende:

Jetzt und künftig, denke ich, zahlt es sich für Sie aus, sich darauf zu konzentrieren, sprachlich genau zu sein. Versuchen Sie, sich einen Wortschatz aufzubauen und so damit umzugehen, wie Sie mit Ihrem Konto umgehen. Widmen Sie ihm alle Aufmerksamkeit, und versuchen Sie, Ihre Einnahmen zu erhöhen. […] Der Zweck ist, Sie zu befähigen, sich so vollständig und genau wie möglich zu artikulieren. […] Gefühle, Nuancen, Gedanken, Wahrnehmungen, die namenlos bleiben und unzufrieden mit dem Ungefähren sind, stauen sich im Individuum auf und können in einer psychischen Explosion oder Implosion enden.

aus: Brodsky, Joseph: Der sterbliche Dichter. Über Literatur, Liebschaften und Langeweile, München: Hanser 1998, S. 119 f. 

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Diese „verdichtete“ Anleitung verdeutlicht die immense Bedeutung der Sprache in unserem Leben.
Im Fachbereich Deutsch streben wir an, anhand des rheinland-pfälzischen Lehrplans und mit unserem schuleigenen Qualitätsprogramm die Sprachkompetenz unserer Schülerinnen und Schüler zu entwickeln: in Auseinandersetzung mit lyrischen, epischen und dramatischen Texten bedeutender Schriftstellerinnen und Schriftsteller ebenso wie beim Verfassen eigener Texte, seien es Erzählungen, Berichte, Beschreibungen, Gedichte, Interpretationen …

Wer verstanden werden will, muss sich mündlich und schriftlich sicher ausdrücken können. An unserer Schule gibt es für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und 6 neben dem regulären Deutschunterricht Förderunterricht bei Rechtschreibschwächen, in der sechsten Klasse die Teilnahme am Lesewettbewerb Deutsch und Lesenächte mit engagierten Lehrerinnen und Lehrern. 
Schülerinnen und Schüler der Mittel- und Oberstufe erhalten die Gelegenheit, sich für „Jugend debattiert“ zu qualifizieren und nehmen oft mit großem Erfolg teil. 

Am Ende nach vorn zu Brodsky:

Man muss sich […] ein Wörterbuch kaufen und ebenso tagtäglich darin lesen – und hier und da Lyrikbände. Wörterbücher sind jedoch das Allerwichtigste.