Jugend debattiert - Regionalwettbewerb 2026

Jugend debattiert - Regionalwettbewerb 2026

Viele Menschen träumen vom Free WiFi auf allen öffentlichen Plätzen, das heißt: kostenfreien Internetzugang ohne Verbrauch des im Mobilfunktarif enthaltenen Datenvolumens. Bei genauerer Betrachtung sprechen aber viele Argumente gegen das häufig schon angebotene kostenlose WLAN: Datenklau, gefälschte Hotspots, Schadsoftware und Hacker… Wir merken, es lohnt sich, in diese und andere Fragen tiefer einzutauchen und die Argumente für (Pro) und wider (Contra) auszutauschen. Genau das macht Jugend debattiert, eine Pro-Contra-Debatte, in der zwei SchülerInnen die Pro-Seite und zwei SchülerInnen die Contra -Seite vertreten. Es gibt eine zweiminütige Eröffnungrede von jedem Teilnehmer, dann eine 12minütige freie Aussprache und dann eine einminütige Schlussrede.

In diesem Jahr, am 10. März, war die Berufsbildende Schule Wirtschaft Austragungsort des Regionalwettbewerbes Jugend debattiert. Neben der BBS gehören das Max-von-Laue-Gymnasium, das Görres-Gymnasium, das Bertha-von-Suttner-Gymnasium aus Andernach, die IGS Remagen und die IGS Kastellaun, das Kant-Gymnasium aus Boppard und natürlich das BCGK zum Regionalverbund Koblenz von Jugend debattiert.

In RLP gibt es acht Regionalverbünde und die jeweils besten der Altersgruppe I (8.-10. Klasse) und der Altersgruppe II (Oberstufe) aus den acht Verbünden erhalten ein dreitägiges Rhetoriktraining (Regionalsiegerseminar) und qualifizieren sich für den Landeswettbewerb in Mainz. Wer hier wiederum auf den ersten beiden Plätzen landet, gewinnt ein fünftägiges Profi-Rhetoriktraining auf Burg Rothenfels und die Teilnahme am Bundeswettbewerb in Berlin und wer hier gewinnt…

In der BBS war am 10.03. die Aula gut gefüllt und die freudige Wettbewerbsaufregung zum Greifen nah. Der Regionalkoordinator Christoph Dorscheid vom MvL begrüßte alle TeilnehmerInnen, KollegInnen und die Schulleitung der BBS, die im Anschluss alle Anwesenden herzlich willkommen hieß.

Für das Bischöfliche Cusanus-Gymnasium debattierten in der Altersgruppe I Oskar Endris, Safa Hazzan und Natalie Trenkenschuh. In der Altersgruppe II gingen Vasilissa Schönerstedt und Rosa Lambrecht an den Start. Jede Schule hat in der Regel 2 TeilnehmerInnen pro Altersgruppe im Wettbewerb und jeder muss zweimal debattieren. Eine Jury aus geschulten SchülerInnen und Lehrern bewertet die Debattenleistung der Teilnehmer anhand von 4 Kriterien: S-A-G-Ü. Diese Buchstaben stehen für Sachkenntnis, Ausdrucksfähigkeit, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft. Für jedes Kriterium gibt es maximal 5 Punkte. Nach den zwei Quali-Runden werden für jeden Teilnehmer die Punkte aufaddiert und die vier Höchstplatzierten jeder Altersgruppe kommen ins Finale. „Sollen für schriftliche Prüfungen in der Oberstufe Anwendungen mit künstlicher Intelligenz als Hilfsmittel zugelassen werden?“ war das zweite Debatten-Thema der Altersgruppe I. In der Altersgruppe II ging es zunächst um „Sollen ´kaufe jetzt, zahle später`-Bezahlmodelle bei Online-Käufen verboten werden?“, das zweite Thema lautete: „Sollen Lokalzeitungen staatliche Förderung erhalten?“  Alle Streitfragen sind aktuell debattierte Themen aus der Landes- und/oder Bundespolitik und werden von der Wettbewerbsleitung ausgewählt und den SchülerInnen 10 Tage vor dem Wettbewerb zur Vorbereitung der Debatten zugeschickt. Alle Debattierenden und Jurierenden erhalten für ihr Engagement eine Teilnehmerurkunde.

TeilnehmerInnen AG I: Safa (1. Reihe, 3.v.li), Oskar (2. Reihe, 4.v.li), Natalie (2. Reihe, 3.v.re)
TeilnehmerInnen AG II: Lissa und Rosa, hintere Reihe, ganz rechts

Aber nicht nur vorbereitete und engagierte Debattierende braucht der Wettbewerb, auch die Jury muss qualifiziert sein. Es gibt immer 3 Juroren und einen Zeitnehmer. Jeder Debattierende erhält nach der Jury-Beratung eine individuelle Rückmeldung über seine Leistung: Die besteht in einer positiven Würdigung seines Auftrittes in der Debatte und gibt einen Tipp, wie er/sie sich noch verbessern könnte. Für unsere Schule dabei waren als JurorInnen dabei Anni Schulz und Annika Rudolph, die hervorragende Arbeit geleistet haben und beim Landeswettbewerb Mainz wieder jurieren dürfen. 

Alle TeilnehmerInnen können sehr stolz auf ihre Leistungen sein. Safa Hazzan (1.v.li) links im Bild) hat es sogar ins Finale geschafft und wurde hier Dritte hinter Johanna Franzkoch (2.v.re) Kant-Gymnaium (Platz 1) und Ben Schminke (Platz 2) vom Görres-Gymnasium und vor Anastasia Tschebotarew (1.v.re) vom Berta-von Suttner-Gymnasium.  Bei Natalie Trenkenschuh fehlten nur 2 Pünktchen zum Finaleinzug. Das Finalthema lautete: „Soll für Privatgärten eine insektenfreundliche Gestaltung vorgeschrieben werden?“ Johanna und Ben haben hier die Pro-Seite vertreten und konnten mit ihren Argumenten wie Umweltschutz ist Artenschutz, gegen das Insektensterben, Biodiversität punkten. Safa und Anastasie versuchten mit den Argumenten, dass eine Regelung ein staatlicher Eingriff in das Eigentums- und Selbstbestimmungsrecht der Bürger sei und somit ein Verstoß gegen das Eigentumsrecht
(GG), dagegenzuhalten…

 

Wir erlebten in der BBS gute und spannende Debatten und hatten einen schönen und aufregenden Tag zusammen, als Jugend debattiert-Gemeinschaft. Fazit: Nach dem Wettbewerb ist vor dem Wettbewerb und wir werden dabei sein! - - - und wir fahren auf jeden Fall nach Mainz und schauen uns am 21. April den Landeswettbewerb an.

Herzliches Dankeschön allen Beteiligten!

Christoph Dünnwald-Rommel, Schulkoordinator Jugend debattiert