Naturwissenschaftliche Projekte ausgezeichnet

Naturwissenschaftliche Projekte ausgezeichnet

Unter dem Motto „Mach dir einen Kopf“ fanden Mitte Februar die Regionalwettbewerbe „Jugend forscht / Schüler experimentieren“ statt. Statt den Kopf zu verlieren, denselben hängen zu lassen, ihn in den Sand zu stecken oder gar sich alles über den Kopf wachsen zu lassen, haben sich also insgesamt 18 Schülerinnen und Schüler fast aller Altersstufen über ganz unterschiedliche Frage- und Problemstellungen einen Kopf gemacht. Hierbei sind die Jungforscherinnen und Jungforscher zu erstaunlichen Ergebnissen und faszinierenden Produkten gelangt. Bis 14 Jahren sind sie in der juniorsparte „Schüler experimentieren“ dabei, ab 15 Jahren dann bei „Jugend forscht“. Es stehen sieben verschiedene Fachgebiete zur Verfügung in denen in jeder Altersstufe die besten drei Projekte ausgezeichnet werden, zusätzlich wurden verschiedene Sonderpreise vergeben. Für die jeweils Erstplatzierten folgen die Landeswettbewerbe „Jugend forscht“ in Ludwigshafen und „Schüler experimentieren“ in Ingelheim. Gleich fünf unserer Projekte erreichten diese Spitzenplatzierung!

Betreut wurden 9 der 13 Projekte unserer Schule in der „Forscher-AG“ von Herrn Dr. Otto und Herrn Höffling, zwei Biologie-Projekte von Frau Junkers und ein Projekt ausschließlich im Elternhaus.

Maximilian Weide, Cedric Sewenig und Max Brahm (alle 6a) beschäftigten sich im Fachgebiet Physik mit dem „Projekt Solarboot“.

Im Fachgebiet Technik waren In diesem Jahr gleich fünf Projekte dabei:

Emma Matern (5a) und Martin Ivanov (6b) konstruierten und programmierten „Die Handyalarmanlage“ mit dem System LegoMindsorms.

Matti Schönerstedt (5a) erreichte mit seinem Projekt „Bau, Programmierung und Test eines Gas-Warnsystems“ in Remagen den 2. Platz.

Ebenfalls den 2. Platz – diesmal in Koblenz – und zusätzlich den Sonderpreis „Jahresabonnement

“Make Kreativ mit Technik” erzielte Benedikt Rothbrust (6c) mit seinem Projekt „Energie durch eine alltägliche Bewegung gewinnen?!“.


 

Collin Esslinger (9c) ist bereits seit der 5. Klasse sehr erfolgreich dabei. Mit seinem anspruchsvollen Projekt „Der Müll-Finder – ein sauberer Schulhof dank KI“ erreichte er den 1. Platz und damit die Qualifikation zum Landeswettbewerb „Schüler experimentieren“. Collin entwickelte bereits im letzten Jahr ein autonom fahrendes Raupenfahrzeug. Nun sollte dieses Fahrzeug automatisch Müll erkennen, lokalisieren und fokussieren können, wozu Collin ein passendes KI-Modell erstellte und die Objekterkennungs-Kamera mit programmiertechnisch mit dem Raspberry-Pi der Fahrzeugsteuerung verband. Die Müllerkennungs-KI wurde mit einer umfangreichen Fotosammlung angelernt.


Ebenfalls den 1. Platz, allerdings bei „Jugend forscht“ und damit die Qualifikation für den Landeswettbewerb erreichte der gleichermaßen erfahrene Jonathan Baschek (10 b) mit seinem Projekt „EyeR Glasses: Entwicklung, Konstruktion und Bau einer optimierten Datenbrille“. Konkret ging es darum, sein Modell aus dem Vorjahr deutlich funktionsfähiger zu designen, wobei es ihm hauptsächlich um den Tragekomfort ging: die Brille sollte kleiner und leichter werden, wozu eine bessere Optik und angepasste Elektronik benötigt wurde. Er erreichte sein Ziel mit getrennten Displays für jedes Auge und mehrere Platinen die er eigenständig entworfen und zusammengebaut hat, was auch eine Vielfalt an neuen Funktionen ermöglichte.

 

Im Fachgebiet Arbeitswelt waren wir mit zwei Projekten vertreten:

Benjamin Weiler (7a) und Simon Didjurgis (8a) konstruierten und programmierten eine „Akustische Orientierungshilfe für Menschen mit Sehbehinderung“




Den 1. Platz bei „Schüler experimentieren“ und damit die Qualifikation für den Landeswettbewerb erzielte Daniel Saas (9b) mit seinem Projekt „Smart Room – ein Raum der mitdenkt“. “ Daniel stellte sich der Aufgabe, mithilfe eines Raspberry Pi’s und verschiedener Sensoren einige Aufgaben zur Überwachung eines guten Raumklimas zu automatisieren. Sein System misst die Temperatur, die  Luftfeuchte innen und außen und den CO2-Gehalt und soll auch darauf hinweisen, dass ein Fenster geöffnet werden sollte, wobei automatisch die Heizung heruntergeregelt werden soll. Auch sollen, wenn niemand im Raum ist, Heizung und Licht automatisch abgeschaltet werden.

Im Fachgebiet Biologie waren neben zwei Fünftklässlerinnen auch zwei angehende Abiturientinnen mit ihren Projekten dabei.

Lea Zarwel und Leonie Kock (beide 5a) befassten sich mit der Untersuchungen der Bewegung von Stabheuschrecken und erzielten dafür als Sonderpreis je einen Buchgutschein.

 




Nike Schoenijahn (MSS 13) untersuchte den „Einfluss von abiotischen Faktoren auf das Wachstum der Neuanpflanzungen im Schulwald“ und erzielte für dieses Projekt den Sonderpreis Jahresabonnement „Natur digital“.

 

Sophie Bömer (MSS 13) beschäftigte sich mit dem  „Nachweis von europäischen Wildkatzen

und Hybriden durch Wildkameras“. Sie erzielte den 1. Platz und die Qualifikation für den Landeswettbewerb. Sophie begab sich im Wambachtal zwischen Simmern und Vallendar auf Spurensuche nach den seltenen und gefährdeten europäischen Wildkatzen. Sie nutze hierzu mit Baldriantinktur besprühte sog. Lockstöcke und Wildtierkameras. Über eineinhalb Jahre hinweg konnte sie neben Dachsen und Füchsen auch fünf verschiedene Individuen aufnehmen, die sie anhand eindeutiger morphologischer Merkmale sicher als Wildkatzen unterschiedlichen Alters und Geschlechts oder als Hybride aus Wild- und Hauskatze bestimmte.

 



Schließlich gab es auch im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften zwei siegreiche Projekte: 

Elina Baschek (5a) untersuchte, inwieweit man mit „Abluft als Gewächshausheizung“ energiesparend Lebensmittel erzeugen kann. Für diese Idee, ihre vielversprechenden Ergebnisse und deren sorgfältige Auswertung erzielte sie den 1. Platz und die Qualifikation für den Landeswettbewerb. Viel Gemüse beziehen wir aus warmen Ländern wie Spanien oder Italien, wo für den Anbau sehr viel Wasser verbraucht wird und zusätzlich die langen Transportwege große Mengen Treibhausgase freisetzen. Sie bewies in ihrer Arbeit den positiven Effekt der Abwärme eines Hauses auf ihr kleines selbst konstruiertes Gewächshaus bzw. Frühbeet, von dem sie zwei identische Exemplare baute. Eines davon positionierte sie über dem Abluftschacht des familiären Hauses und das andere direkt benachbart dazu, so dass alle übrigen Bedingungen gleich waren. 

 

Benedict May (MSS 12) ging der Frage nach: „Mikrobaromter – die neuen Seismometer?“. Auch er erreichte den 1. Platz und qualifizierte sich somit auch für den Landeswettbewerb „Jugend forscht“! In seinem Projekt verfolgte Benedict das Ziel, kleinere Erdbeben mithilfe eines selbst konstruierten und programmierten Mikrobarometers zu erfassen. Sein Grundgedanke war, dass sich die Schwingungen im Boden bei einem Erdbebenereignis auch auf die Luft übertragen sollten und so von ihm gemessen werden können. Zur Auswertung seiner Daten verwendete er die mathematisch interessante und anspruchsvolle Fourier-Analyse. Bestätigte Mikrobeben in unserer Region konnte Benedict mit seiner autarken und PV-betriebenen Mess-Station eindeutig erfassen!