Wandertag und Exkursion nach Strasbourg


Stippvisite im Herzen Europas:
Wandertag und Exkursion nach Strasbourg der Französichkurse der Klassen 10 am Montag 17. Juni

Oh la la: Ein verdichteter Tag: 7.00h Abfahrt der 46 Schüler*innen zusammen mit den Lehrer*Innen Frau Enzel,  Frau Baumann und Herrn Holstegge nach Strasbourg.

Strecke ca. 300 km Autobahn zu einer Stadt mit 300.000 Einwohnern, dem Europarat, dem europäischen Gerichtshof für Menschenrechte und einem Standort des Europäischen Parlaments, das demokratische Entscheidungs- und Gestaltunsgwege seit 1958 leistet. Heute, 2019, mit drei Amtsprachen (Deutsch, Englisch, Französisch), 24 Ländersprachen von 28 Nationen. Und etwa 7.500 Menschen (Angestellte wie Politiker*Innen), die für ein Europa in Demokratie und Frieden arbeiten.

Und wir? Wir besuchen das Parlamentsgebäude, eine interaktive Informationstheke, einen futuristischen Kinosaal und schließlich den Plenarsaal für die etwa 751 Abgeordneten und erfahren von unserer Begleiterin, einer gebürtigen dreiprachigen Luxemburgerin, vieles aus dem Alltag der politisch und organisatorischen Arbeit des Parlaments: von Rauswürfen rechtsnationalistischer Politiker, die sich nicht an die Geschäfts- wie Umgangsordnung des Parlaments halten, von Querelen der Brexit- und den Europabefürwortern,  von Sicherheitsüberlegungen innerhalb des Parlaments, von Techniken der Simultandolmetscher*Innen, von allgemeinen Anforderungen an die tägliche Arbeit, um die vielen Interessen und Kulturen fruchtbar in gemeinsames politisches Handeln zu bringen. Und der Plenarsaal? Er wartet auf die ersten Sitzungen im Juli, mit den neuen und alten Abgeordneten, nach einer Europawahl, die in ihren Veränderungen der personellen und politischen Fraktionen bisher in Strasbourg beispiellos ist.

Et puis: Nach einem Spaziergang entlang der Ill, gelangen wir in das Zentrum der Altstadt von Strasbourg. Den Weg säumen die Rückseite des Europarats, die TV-Sendergbäude von arte, France 3 und in einiger Entfernung auch der Palais du Rhin mit der Obersten Rheinschiffahrtskommission - mitten in Europa halt.

Das Strasbourger Münster lädt zu einem kühlendem Besuch an diesem sonnigen Tag ein, andere wollen endlich ihren Mittagshunger stillen und erkunden in Gruppen die Innenstadt bis zur Petite France.

Die freie Zeit ist schnell vorbei und dann hagelt es begeisterte Berichte von schrill-poppigen Geschäften, von großen staubigen Antiquariaten, von Begegnungen mit Pfadfinder*innen aus Offenburg, von Junkfoodkonsum und schönen Menschen. Das ein oder andere Croissant wird für die Lieben zu Hause mitgenommen, leider ein Spezialitäten Bauernbrot nicht gefunden, dagegen neue T-Shirts eingepackt.

Und wieder ab in den Bus, wieder 300 km über die Autobahn nach Koblenz. Unser Fahrer Manni fährt zügig und vorausschauend und so bleibt Ruhe und Raum zur Reflexion; Auszug aus dem Rückmeldebogen der Exkursionsgruppe:

pas bien (nicht gut):

- ein zu kurzer Aufenthalt
- zu warm
- Was uns bei der Führung im Europäischen Parlament fehlte, ist der rote Faden, wofür dort eigentlich gearbeitet wird und welches denn die Perspektiven der gemeinsamen europäischen Arbeit sein könnten.
- zu viel deutsche Sprache (die Führung war auf deutsch)

 bien (gut):

- sehr interessanter Besuch des Parlaments
- das gute Wetter
- Freizeit
- die schöne Stadt mit Fluss und ihren Boulevards
- die gute Busfahrt (Stimmung!)

Ce qui reste à dire/ Fazit: Wir sind uns in großen Teilen sehr einig: Wir müssen nochmals nach Strasbourg. Mit etwas mehr Zeit, mit anderen Menschen, die wir vor Ort treffen. Vielleicht auch mit Profis aus der europäischen Arbeit, um mit ihnen europäische Arbeit zu üben ...

 Alors, à bientôt à Strasbourg!

Pascal Holstegge

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