Frankreichaustausch 2026
Mittwochabend gegen 17 Uhr kamen 14 französische Austauschschüler/innen und ihre zwei Lehrerinnen mit zwei kleinen Bussen in Koblenz an der Rhein-Mosel-Halle an. Der Abend wurde dann zum Ankommen in den Familien genutzt.
Am nächsten Tag kamen wir mit unseren Austauschpartner/innen in die Schule, wo der jährliche Abi-Gag stattfand. Aus diesem Grund fiel der Unterricht aus und nach einem gemeinsamen Frühstück mit allen Austauschteilnehmer/innen sind wir alle in die Sporthalle gegangen und haben das Programm genossen. Ein wahres Erlebnis für die Französinnen und Franzosen! Mit der anschließenden Stadt-Rallye konnten wir unseren ,,Corres“ die Sehenswürdigkeiten von Koblenz zeigen. Der Rest des Nachmittags stand zur freien Verfügung.

Am Freitag haben wir die ersten drei Stunden am Unterricht teilgenommen. Anschließend sind wir ins Salto gefahren und haben dort zwei tolle Stunden verbracht. Der Nachmittag wurde für weitere sportliche Aktivitäten, zum Beispiel Volleyballspielen am Schloss oder für gemeinsame Zeit im Jugendraum mit anderen deutschen Jugendlichen genutzt.
Das Wochenende wurde in den Gastfamilien verbracht oder auch in kleinen Gruppen gemeinsam. Aktivitäten wie ein Besuch der Festung Ehrenbreitstein oder ein gemeinsamer Tag im Kletterwald Sayn waren sehr beliebt. Ein besonderes Highlight war das Lasertag-Spielen in einer sehr großen Gruppe des Austausches.
Die neue Woche startete erneut mit Unterricht und auch Präsentationen zum Thema ,,Le sport nous unit!“ (Sport verbindet). Gemäß dem Motto haben wir gemeinsam in der Sporthalle Spiele wie Brennball, Fußball und Riesentischtennis gespielt. Ein großer Teil der Teilnehmer/innen war anschließend gemeinsam Eis essen.
Der Dienstag trug ebenfalls dem Motto Rechnung, das Sportmuseum in Köln war unser Ziel. Es gab zwei Führungen, eine auf Französisch und eine auf Deutsch. Man konnte frei wählen, bei welcher Führung man teilnimmt. Die restliche Zeit sind wir in Kielgruppen in Köln unterwegs gewesen.
Zum Abschluss haben wir am Mittwoch erneut gemeinsam gefrühstückt, bevor es für unsere ,,Corres“ und ihre Lehrerinnen wieder zurück nach Péronne ging.
Frankreich:
Wir haben uns am Sonntagmorgen an der Rhein-Mosel-Halle getroffen und sind dann sechs Stunden in einem großen Bus nach Péronne gefahren. Dort wurden wir herzlich von unseren Gastfamilien empfangen und hatten ebenfalls, wie in Deutschland, den Abend zum Kennenlernen unserer Gastfamilien.
Obwohl die französischen Austauschpartner/innen auf zwei unterschiedliche Schulen gehen, haben wir uns am Montag zunächst im Collège getroffen und gemeinsam gefrühstückt. Anschließend haben uns zwei Schüler vom Collège und zwei Schülerinnen vom Lycée ihre jeweilige Schule gezeigt. Nach dem Mittagessen in der Kantine des Collège durften wir in Kleingruppen in verschiedenen Klassen am Unterricht teilnehmen. Der Unterricht geht dort an den meisten Tagen bis etwa 16:30 Uhr. Den restlichen Nachmittag haben wir mit unseren ,,Corres“ oder in kleinen Gruppen zusammen verbracht.

Den Dienstagvormittag haben wir am Alltag unserer Austauschpartner/innen teilgenommen, bevor es nach dem Mittagessen zu einem nahegelegenen Park ging, wo wir ein kleines Pétanque-Turnier veranstaltet haben. Wir hatten die Ehre, von einer Pétanque-Meisterin zu lernen. Zur Vorbereitung für das eigentliche Turnier haben wir versucht, die Mittlere von drei hintereinander liegenden Kugeln zu treffen. Im Turnier haben immer die deutschen und französischen Austauschpaare gemeinsam gegen die anderen Paare gespielt, bis ein Team gewonnen hat. Bevor wir den Nachmittag wieder mit unseren ,,Corres“ oder in kleinen Gruppen verbracht haben, sind wir alle zusammen durch den strömenden Regen zurück zum Collège gelaufen.
Mittwochs haben die Schüler/innen vom Collège nur bis etwa 12 Uhr Unterricht. An diesem Vormittag waren wir zusammen mit einer Klasse vom Lycée im nahegelegenen Schwimmbad. Wir sind in Teams Staffeln gegeneinander geschwommen und der französische Sportlehrer wurde sehr kreativ, wie wir auf die andere Seite des Beckens kommen mussten, z.B. mussten wir eine auf einem Stand-Up-Paddle stehende Person über das Wasser schieben. Nach dem Schwimmbad durften die Schüler/innen vom Collège nach Hause fahren und den langen, freien Nachmittag genießen, während die Schüler/innen vom Lycée noch bis 15 Uhr in die Schule gehen mussten.
Den Donnerstagvormittag waren wir Deutschen im Historial, einer alten Burg, die heute als Museum dient. Dort haben wir in Kleingruppen zu verschiedenen Themen Rallyes gemacht. Zuvor haben wir als Vorbereitung im Collège unser Wissen über den 1. Weltkrieg zusammengetragen. Nach einem gemeinsamen Essen in der Kantine haben wir entweder wieder am Unterricht teilgenommen oder sind in die jüngeren Klassen gegangen, um dort das deutsche Schulsystem vorzustellen und die Fragen der Kleinen zu beantworten. Am Nachmittag haben alle Familien etwas Unterschiedliches gemacht, z.B. Tennis oder essen gehen.

Freitag war das Highlight der Woche, da wir zusammen ans Meer zum Strandsegeln gefahren sind. Wir haben uns in Zweierteams zusammengetan und sind abwechselnd Runden über den Strand gefahren. Die Segelboote auf Reifen waren wie kleine Autos. Man konnte durch das Anziehen oder Lockern des Segels die Geschwindigkeit ändern und mit den Füßen lenken. Am Nachmittag sind wir in das kleine Städtchen Le Touquet gefahren und haben dort in französisch-deutsch gemischten Gruppen die Stadt erkundet. Am Abend haben die Franzosen noch eine Abschlussfeier organisiert und am Samstag ging es todmüde, aber glücklich zurück nach Deutschland.
Fazit:
Die Wochen mit unseren französischen Austauschpartner/innen waren für uns alle sehr lehrreich und wir haben viel Erfahrungen gesammelt. Außerdem haben wir eine Menge erlebt und neue Freundschaften geschlossen.
Text von Emilia, Elea und Pauline
