Am Dienstag, den 16. Juni 2026, starteten die beiden Biologie-Leistungskurse unserer

Schule ihre zweitägige Exkursion in unseren Schulwald in Arenberg bei Koblenz. Der Tag begann direkt mit einem kleinen Umweg, da aufgrund von Waldarbeiten ein Teil des Weges gesperrt war. Nach der Ankunft an der Hütte erhielten wir zunächst eine Einweisung in den Ablauf des Tages und die anstehenden Aufgaben.
Anschließend ging es in das sogenannte „grüne Klassenzimmer“ im Wald. Dort begannen wir mit der Untersuchung verschiedener abiotischen Faktoren und der
Erfassung der Vegetation in zuvor festgelegten Bereichen. Mit unterschiedlichen Messgeräten sammelten wir Daten und nutzten Apps, um Pflanzenarten zu bestimmen. So konnten wir viele Inhalte aus dem Unterricht einmal direkt in der Natur anwenden und einen Einblick in die praktische Arbeit von Biologinnen und Biologen gewinnen.
Im Anschluss unterstützten wir außerdem die Pflege der von unserer Schule gepflanzten Bäume. Dafür mussten die Flächen rund um die jungen Bäume von Bewuchs freigeschnitten und teilweise niedergetreten werden, damit die Pflanzen besser sichtbar und zugänglich wurden. Diese Arbeit war stellenweise etwas mühsam, da sich zwischen den Pflanzen auch viele Dornen befanden, sodass man sich immer wieder kleine Piekser zuzog. Trotzdem konnten wir so einen praktischen Beitrag zum Erhalt der Waldflächen leisten.
Nach den ersten Untersuchungen folgte eine gemeinsame Mittagspause. Dabei hatten wir Zeit, uns auszutauschen, etwas zu essen und einfach gemeinsam Zeit zu verbringen. Trotz des vollen Programms sorgte die entspannte Atmosphäre für viele lustige Gespräche und gute Stimmung.

Am Nachmittag hörten wir mehrere Präsentationen zu verschiedenen biologischen Themen. Dieser Teil war recht umfangreich und erforderte einiges an Konzentration, dennoch konnten wir viele interessante Informationen mitnehmen und unser Wissen erweitern.
Danach ging es noch einmal zurück in den Wald. Dort beschäftigten wir uns mit der Bestimmung des Baumalters und der Baumhöhe. Das Alter der Bäume wurde mithilfe eines Maßbandes und verschiedener Berechnungen näherungsweise ermittelt. Die Höhe der Bäume bestimmten wir unter anderem mit dem sogenannten Försterdreieck, einer Methode, für die keine aufwendigen Messgeräte benötigt werden. Es war spannend zu sehen, wie sich solche Werte mit vergleichsweise einfachen Mitteln bestimmen lassen.
Zum Abschluss des Tages bereiteten wir bereits die Untersuchungen für den nächsten Morgen vor. Dafür stellten wir sogenannte Barber-Fallen auf. Hierbei wurden Becher ebenerdig in den Boden eingesetzt, um bodenlebende Kleintiere und Käfer zu erfassen, die am nächsten Tag bestimmt und untersucht werden sollten.
Insgesamt war der erste Exkursionstag zwar lang und stellenweise auch etwas anstrengend, trotzdem bot er viele interessante Einblicke in die praktische Biologie. Neben den fachlichen Erfahrungen kamen auch Bewegung an der frischen Luft und viele gemeinsame Erlebnisse nicht zu kurz, sodass wir auf einen abwechslungsreichen und lehrreichen Tag zurückblicken können.

Unser 2.Tag begann damit, dass wir uns in mehrere Gruppen aufgeteilt haben. In diesen haben wir verschieden Klumpen mit unterschiedlichen Baumarten auf ihre Vitalität untersucht.
Unterstützt und beaufsichtigt wurden wir dabei von 2 Försterinnen und einem Hund, die uns die genaue Vorgehensweise erklärten und uns bei Fragen und Unsicherheiten zur Seite standen.

Erst haben wir die Bäume freigeschnitten, sie gemessen und danach untersucht und auf einer Tabelle eingetragen, ob sie eine gute oder eher schlechte Vitalität haben.
Dabei fiel uns auf, dass viele Bäume von Schädlingen befallen waren und nicht gut gewachsen sind. Vor Allem sind die vielen Wespennester aufgefallen, die viele Baumarten in Ihrem Wachstum einschränkten.
Nach einer Verschnaufspause mit Stärkung haben wir unsere Insektenfallen, die wir am Tag zuvor aufgestellt haben eingesammelt.
Nun konnten wir unsere gesammelten Insekten mithilfe von Lupen, Mikroskopen und Bestimmungsbüchern genauer betrachten und bestimmen.
Dabei sind uns viele Verschiedene Arten aufgefallen, weshalb wir drauf schließen konnten, dass unser Schulwald sehr viele verschiedene Insektenarten beherbergt und somit eine hohe Biodiversität herrscht.
Anschließend begaben wir uns auf eine kleine Wanderung, bei der uns die Försterinnen zu verschieden Waldabschnitten wichtige Informationen mitteilten und auch wir konnten die restlichen Referate an den entsprechenden Stellen im Wald zu Ende vortragen.
Um die 2 Exkusions-Tage im Schulwald abzurunden, versammelten wir uns zu einem gemeinsamen Abschlussgrillen. Jeder trug seinen Teil zum grillen in Form von Salaten, Baguettes, Muffins oder Grillgut bei.

So fanden wir einen schönen Abschluss unserer 2 Tägigen Exkursion der Biologie Leistungskurse der Jahrgangsstufe 12 unter der Aufsicht von Frau Breidt und Frau Ackermann.
