Abitur am Bischöflichen

73 Abiturienten am Bischöflichen

Mit einem Dank für viele gute Jahre verabschiedeten sich 73 Abiturientinnen und Abiturienten des Bischöflichen Cusanus-Gymnasiums Koblenz. Tristan Graeff und Christian Reißfelder als Sprecher der Abiturientia gingen in einem launigen Rückblick auch auf die schwierige Pandemiezeit ein und dankten nicht nur dem Lehrerkollegium, sondern auch den Verwaltungskräften für die vielfältige Unterstützung gerade in diesen Jahren.

Gemeinsam mit den Abiturienten hatte zuvor Jugendpfarrer Dominik Lück einen Gottesdienst in der Herz Jesu-Kirche gestaltet. In seiner Predigt 

Bestärkte er sie, im Leben ihre individuellen Fähigkeiten und Begabungen zu entdecken und zu entwickeln: "Werdet die, die ihr in den Augen Gottes schon seid und noch werden könnt!"

Schulleiter Carl Josef Reitz rief die Abiturienten auf, ihren Weg "mit Ethos und Empathie" zu gehen. Er erinnerte daran, wie sich der Jahrgang unter anfänglichen Schwierigkeiten ein besonderes Wir-Gefühl erarbeitet habe, und schlug einen Bogen zur aktuellen Weltpolitik: "Sie haben erfahren: Nicht Egoismus und das Recht des Stärkeren führen langfristig zum Erfolg, sondern Rücksicht und Kooperation, Zuhören und Empathie." Reitz lobte das Engagement, das viele gezeigt hatten: als Schulsanitäter, Musikmentoren, Schülersprecher oder in der Obdachlosen-AG. Zudem gehöre der diesjährige Abiturschnitt zu den fünf besten in der Geschichte des Cusanus-Gymnaskiums: Allein 30 der 73 Abiturienten schlossen mit einer 1 vor dem Komma ab, davon drei mit der Bestnote 1,0. 

Studiendirektorin Stephanie Enzel legte den Abiturienten die japanische Lebensweisheit "Wabi-Sabi" ans Herz. Sie ermutigte sie, das Schöne im Unvollkommenen, Vergänglichen und Unvollständigen zu schätzen, anstatt nach Perfektion und Glanz zu streben. Fehler nicht als Makel, sondern als Teil des Lebens zu akzeptieren, sei gerade im schnelllebigen digitalen Zeitalter ein Weg zu mehr Gelassenheit und Freiheit. Die Glückwünsche der Elternschaft überbrachte der SEB-Vorsitzende Lars Petrak.

Für hervorragende schulische Leistungen und vielfältiges Engagement innerhalb wie außerhalb der Schulgemeinschaft erhielt Lea Klein in diesem Jahr die von der Schule verliehene "Cusanus-Medaille". Oberstudienrätin Mareike Schmitz würdigte insbesondere Leas engagierte und durchsetzungsstarke SV-Arbeit. Aus dem gleichen Grund zeichnete Stammkursleiterin Ann-Christin Hoffmann Franziska Rössel mit einem Buchpreis des Bildungsministeriums aus. Den Preis des Fördervereins für das beste Abitur erhielten aus der Hand von Oberstufenleiterin Nicole Dengel mit Leora Dahmen und Elisabeth Sauerländer gleich zwei herausragende Abiturientinnen. Ebenso wie Mia Schäper erreichten beide die Bestnote 1,0. 

Preise oder Urkunden für ausgezeichnete Leistungen in einzelnen Fächern erhielten: Emma Gasthauer und Leora Dahmen (Französisch), Lukas Scheid (Latein), Timon Hauswirth (Geschichte), Elisabeth Sauerländer (Philosophie), Simon Israel, Fabian Mader und Matthias von Gumpert (Physik), Christian Reißfelder (Mathematik), Mia Schäper und Clara Geigges (Chemie). Sophie Mader erhielt einen Dankespreis für ihr großes Engagement in der Schulpastoral.

Text: Carl-Josef Reitz
Bild:  Lola Rehn