Schüler-Akademie 2018


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Satan schüttet die Plagen über Hiob aus(Aquarell von William Blake)

 "Warum lässt Gott das Leiden in der Welt zu?"

- Annäherungen an die  Theodizeefrage

Gemeinsame Schüler-Akademie des Bischöflichen Cusanus-Gymnasiums Koblenz und des Johannes-Gymnasiums Lahnstein

14. bis 16. Februar 2018


Mittwoch, 14.02.2018

 

19 Uhr

 

Hiobs Schrei in die Gegenwart: Gott denken angesichts von Leiderfahrungen

Vortrag von Prof. Dr. Georg Langenhorst (Professor für Didaktik des katholischen Religionsunterrichts und Religionspädagogik an der Universität Augsburg) in der Aula des Johannes-Gymnasiums Lahnstein

 

Donnerstag, 15.02.2018

9 Uhr                           Treffen im Haus Sonnenau (Vallendar) und Beziehen der Zimmer

10 Uhr                         Erste Arbeitsphase/ Gespräch mit der Holocaust-Zeitzeugin Henriette Kretz

12.30 Uhr                    Gemeinsames Mittagessen

14 Uhr                         Zweite Arbeitsphase

16 Uhr                         Kaffeepause

16.30 Uhr                    Fortsetzung der Seminare

18.30 Uhr                    Abendessen

 

Freitag, 16.02.2018

8 Uhr                           Frühstück, Räumen der Zimmer

9 Uhr                           Vorbereitung der Abschlusspräsentation

10.30                           Pause

11 Uhr                         Abschlusspräsentation

12.30 Uhr                    Abreise

Teilnehmer:                           ca. 50 Schülerinnen und Schüler der Jgst. 13 des Bischöflichen Cusanus-Gymnasiums Koblenz und des Johannes-Gymnasiums Lahnstein

Teilnehmergebühr:               20 Euro

 

Ort:                                         Jugendbildungsstätte Sonnenau

Hillscheider Straße 7

56179 Vallendar

Anreise:                                  http://www.sonnenau.de/kontakt/


Beteiligte Lehrkräfte und Seminare:

"Warum lässt Gott Erdbeben, Tsunamis und Naturkatastrophen zu? das Problem der natürlichen Übel" (Herr Reitz/ Herr Loch)

In diesem Workshop sollen die Teilnehmer/innen aktuelle philosophische und theologische Antwortversuche zum Problem der natürlichen Übel erarbeiten und diskutieren. Zentral ist dabei u.a. die Frage, inwiefern diese Antwortversuche einerseits mit dem christlichen Gottesbild und andererseits mit den modernen Erkenntnissen der Evolutionslehre kompatibel sind. Als Lernprodukt soll eine abschließende Podiumsdiskussion vorbereitet werden.

Der allmächtige Gott und das Leid in der Welt – wie man auf philosophischem Wege einem Widerspruch zu Leibe rückt und dabei nicht als hoffnungsloser Atheist herauskommt? (Herr Otto)

Ein Weltbild, nach dem alle Tatsachen auf naturwissenschaftliche Erklärungen zugeführt werden können oder müssen, scheint Gott nicht zu brauchen. Ist diese Annahme intellektuell redlich oder ein Denkverbot der säkularisierten Gesellschaft? Wir wollen uns philosophisch mit dem Gottesbegriff ebenso auseinandersetzen wie mit der Frage: wie lebt es sich mit den Übeln der Welt anders, wenn es einen Gott gäbe? Könnte es sein, dass auch der Philosoph/die Philosophin den „lieben Gott“ – wenigstens als Begriff – braucht, wenn es um eine Überwindung dieser Übel, also um Erlösung geht?

Umgang mit Sterben und Tod (Herr Lukitsch/Frau Grimm)

Seit es Menschen gibt, sind Rituale ein Teil der Kultur. Welche Rituale zum menschlichen Umgang mit Leiden, Sterben und Tod haben die Geschichte des Menschen geprägt? Welche Trauer- und Bestattungsrituale praktizieren wir heute und auf welche Weise versuchen sie uns Trost zu spenden? In unserem Workshop gehen wir auf Erkundungsreise in verschiedene Zeitepochen / Kulturräume / Religionen. Wir erhoffen uns auf diese Weise Anregungen zum Umgang mit eigenen Trauererlebnissen.

„Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“ - Trauer und Gotteszweifel in biblischen Texten und deren Umsetzung in der Musik (Frau Kragl/ Frau Graf)

Warum lässt Gott das Leid zu? Warum muss das gerade mir passieren? Und wo ist Gott, wenn ich ihn am meisten brauche? – Es gibt wohl niemanden, der sich nicht schon einmal mit diesen Fragen auseinandergesetzt hat. Wir untersuchen, wie biblische Texte damit umgehen und welche Möglichkeiten Musiker fanden, ihr Ringen um Antwort in ihren Werken auszudrücken. Im Anschluss daran wollen wir uns selbst an einer musikalischen Umsetzung dieser Thematik versuchen. Eigene Musikinstrumente sind willkommen, aber keine Voraussetzung.

Überall Leid – und kein Gott? (Frau Baumann/ Herr Barth)

Nicht an einen Gott zu glauben, scheint zu den Zeichen unserer Zeit zu gehören. Aber lebt es sich so besser? Wieviel Halt oder Sinn vermögen Konzepte zu geben, die angesichts der Kontingenz menschlichen Lebens ohne einen Gott auskommen? Sind sie Mut zur Freiheit oder Leichtsinn, erfüllend oder ernüchternd? In unserem Workshop wollen wir philosophische und literarische Konzepte mit und ohne Gott auf ihre Tragfähigkeit in existenzieller Hinsicht prüfen und eigene Gedanken und Ansätze in gedanklicher und kreativer Arbeit umsetzen.