Buenos dias

¡Buenos días!

Nun schon zum zweiten Mal wurde an unserer Schule der Argentinienaustausch für Schüler und Schülerinnen der Spanisch-Grundkurse angeboten. Bereits in den ersten Spanischstunden wurden wir über diese Möglichkeit informiert und unser Interesse geweckt. Als dann ein paar Wochen später Julia und Delia, die zwei Schülerinnen, die letztes Jahr am Austausch teilgenommen haben, uns von ihren Erfahrungen erzählt und unsere Fragen beantworteten, waren wir Feuer und Flamme.

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Noch vor den Herbstferien schickten wir unsere Unterlagen auf die andere Seite der Welt und bekamen nach nur wenigen Tagen eine Antwort. Wir schrieben fleißig mit unseren Austauschschülerinnen und die Vorfreude stieg an. Im Februar sollte es dann so weit sein. Lola, die Austauschschülerin von Lisa, und Valentina, Neles Austauschschülerin, kamen am 7. Februar in Frankfurt an. Annes Austauschschülerin, ebenfalls Lola, besucht eine niedrigere Klasse als Valentina und Lola, daher kommt sie erst nächstes Jahr.

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Für die nächsten drei Monate besuchten Valentina und Lola mit uns den Unterricht in Koblenz. Außerhalb der Schule versuchten wir so viel wie möglich mit ihnen zu unternehmen. Wir kochten zusammen, waren bowlen, Schlittschuh fahren, haben die Gegend rund um Koblenz erkundet und haben auch Köln und Bonn besucht. In den Winterferien nutzten die zwei Argentinierinnen die freie Zeit und verbrachten sie in München und trafen sich danach mit ihren ca. 30 Mitschülern in Regensburg. Pünktlich zum Schwerdonnerstag waren sie wieder in Koblenz und so konnten die Karnevalstage losgehen. Es wurde viel gelacht und getanzt. Nach den Winterferien ging es wieder in die Schule und trotz Klausurenphase bemühten wir uns, viel zu erleben. Es wurde der ein oder andere Geburtstag gefeiert und ein besonderes Highlight in dieser Zeit war das Wochenende in Berlin. Es dauerte nicht lange und die Osterferien standen schon vor der Tür. Das bedeutete: Die gemeinsame Zeit neigte sich langsam einem Ende. Daher nutzten wir jeden Tag. Lola besuchte in der Zeit noch für ein paar Tage Charo, ihre Zwillingsschwester, in Friedrichshafen und Valentina fuhr mit einer Freundin nach Frankfurt und Köln. Gemeinsam ging es noch nach Amsterdam und Luxemburg.

Am 3. Mai hieß es dann Abschied nehmen. Für Lisa und Nele war so die erste Hälfte des Austausches vorbei und die Freude auf die zweite Hälfte war schon riesig.

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Im Juni ging es endlich los. Zu dritt machten wir uns auf den Weg nach Mar del Plata, Argentinien. Die Hinreise lief nicht wie gewünscht und so waren wir insgesamt mehr als 50 Stunden unterwegs. Wir erreichten unser Zuhause für die nächsten 7 Wochen mit 24 Stunden Verspätung. Vor Ort wurden wir schon sehnsüchtig von unseren Austauschschülerinnen und ihren Familien erwartet. Wir waren überglücklich, als wir endlich todmüde ins Bett gehen konnten und freuten uns schon, unsere Gastfamilien und eine komplett neue Kultur kennenzulernen.

Das erste Wochenende verbrachten wir ganz gemütlich mit Matetee und Freunden oder der Familie am Meer und zuhause. Montags ging es dann für Lisa und Nele in die Schule. Anne begab sich mit Lolas Klasse auf Klassenfahrt nach Rosario und stieg erst die darauffolgende Woche in den Schulalltag ein. Die Schule, die wie besuchten, nennt sich „Juan Gutenberg Instituto“ und ist eine deutsche Schule, das bedeutet, die Schüler lernen seit der ersten Klasse Deutsch. Die Schule in Argentinien ist ganz anders als in Deutschland. Die Lehrer werden mit Vornamen angesprochen und mit einem Küsschen auf die Wange begrüßt. Generell ist es deutlich entspannter und lockerer. Wir konnten die Zeit im Unterricht zum lesen, quatschen, spielen oder auch zum Filmeschauen nutzen. Ab der zweiten Woche kamen weitere deutsche Austauschschüler hinzu, mit denen zusammen wir gezielten Spanischunterricht erlebten und  Ausflüge zu besonderen Orten in Mar del Plata unternahmen. An den Wochenenden wurden Freunde besucht oder auch einfach am Meer entspannt.

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Kurz vor den zweiwöchigen Ferien erkundete Anne mit ihrer Familie Buenos Aires. Nele besuchte ebenfalls Buenos Aires mit ihrer Familie und flog danach noch nach Puerto Iguazu, um sich die Cataratas del Iguazú anzusehen. „Las Cataratas del Iguazú“ sind riesige Wasserfälle im Norden Argentiniens, ein unfassbares Naturspektakel und einer der wichtigsten Orte in Argentinien. In den Ferien fuhr auch Lisa mit ihrer Familie nach Buenos Aires, während Anne und Nele in Mar del Plata surften und sich an Stand-up-paddling erfreuten. In der zweiten Woche machten sich Anne und Lisa auf eigene Faust auf den Weg nach Puerto Iguazú. Dort verbrachten sie ein paar Tage, um sich nicht das Naturwunder entgehen zu lassen.

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Nach den Ferien gingen wir noch dreimal in die Schule, dann war es Zeit für den Abschied, der keinem von uns leichtfiel. Den letzten Tag verbrachten wir mit unseren Gastfamilien und den neuen argentinischen und deutschen Freunden.

Die Zeit verging wie im Flug. Es war eine großartige Erfahrung und wir alle würden es wieder machen. Wir lernten wundervolle Menschen kennen, die alle einen besonderen Platz in unseren Herzen haben und die wir nie vergessen werden. Wir lernten auch ein anderes Land und eine andere Kultur kennen, die wir schnell lieben lernten. Als wir unsere Austauschschülerinnen das erste Mal trafen, hat wohl keiner geahnt, wie schnell aus fremden Leuten gute Freunde, wenn nicht sogar Schwestern werden können!

Wir sind einfach nur dankbar für diese Möglichkeit und empfehlen sie jedem weiter. Für Fragen stehen wir jederzeit bereit zur Verfügung.

Anne, Lisa und Nele


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